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Wochenendblues

Ich war immernoch müde. Wovon nur? Ich war nicht sehr lang aufgeblieben letzte Nacht. Habe mir nicht die Zeit in Bars oder Discotheken vertrieben, wie es wohl normalerweise in meinem Alter üblich wäre.

Ich hatte das Gefühl, als wollte sich mein Körper all den Schlaf der letzten Tage an nur einem Einzigen zurückholen. Das Wetter war mehr als launisch.

Kalt, warm, kalt und wieder warm. Konnte es nicht kalt bleiben?
Zu meinem Bedauern musste ich hinaus in die Hitze, was ich eigentlich stark vermieden hätte. Doch ich wollte rauchen.

Mit meiner schlabberigen Kleidung ging ich hinaus auf den Balkon. Oh Gott, die Sonne brannte auf meinen Sachen. Ich wollte nichts Kurzes tragen. Dann hätte ich wieder so auffällig geleuchtet, dank meiner Blässe. Die Hitze war zum Verrückwerden.

Ich zog an der Zigarette, während ich mich auf unsere Hollywood-Schaukel setzte, den Schutz bis ganz nach unten gezogen. So fühlte ich mich perfekt abgeschirmt. Nur irgendwie nicht nur allein vor der Sonne versteckt.

In mir bildete sich der Gedanke, als wäre ich vor wirklich allem geschützt. Mein offener Panik-Room auf dem Balkon.

Ich hörte Kinder lachen. Sie spielten irgendein Spiel was ich nicht verstand. Der größte Teil von ihnen sprach nur russisch.

Ehe ich mich versah war meine Zigarette nur noch ein Stummel.
Ich wusste einen Moment nicht, ob ich aufstehen soll, oder noch ein wenig den Schutz, die Isoliertheit genießen sollte.

Leider wurde ich von dem fürchterlichen Grummeln meines Magens gestört.

Ich stand widerwillig auf und machte mir etwas zu Essen.

21.6.09 15:10


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Müdes Erwachen

Ich riss die Augen auf. Pötzlicher Schmerz trat hervor. Diese unerträgliche Helligkeit brannte in meinen Augen. Doch ich wusste, dass ich mich anders nie aus meinem warmen Bett erhoben hätte. Zu warm für meinen Geschmack.

Aber es half nichts. Ich taumelte mit meinem müden, trüben Blick ins Badezimmer. Der nächtliche Geschmack in meinem Mund sollte verschwinden.
Ich peitschte mir mit meinen Händen zunächst kaltes Wasser ins Gesicht.
Sofort war ich von der Kälte geschockt und riss die Augen auf. Allmählich verschwand der trübe Schleier in meinen Augen. Ich begann mir die Zähne zu putzen während Zweifel in mir aufstiegen. Ich hätte doch länger schlafen sollen.

Keine Sonne schien. Der Himmel war wolkenbehangen, als ich aus dem Fenster blickte. Schöner Anblick.
Ich mochte dunkles, nasses Wetter schon immer mehr als übertriebenen Sonnenschein.

Als ich vor dem Fenster stand, konnte ich mich ganz leicht im Spiegelbild des Glases erkennen, Ich sah furchtbar aus. Verwuscheltes, verschwitztes Haar, Schlaffalten in meinem Gesicht. Als wäre das nicht genug gewesen, bemerkte ich, dass ich von der warmen Nacht nicht sehr angenehm roch.
Schnell hastete ich ins Badezimmer.

Ich ging duschen.

21.6.09 10:39


Gedanken

Ich sah in den Spiegel. Was sah ich dort? Wen sah ich?
Die Farbe meiner Augen waren eine wilde Mischung aus grün, blau und grau. Wenn ich genau hinsah, konnte ich sogar einen goldbraunen Ring sehen, der sich dicht um meinen Pupillen befand.

Der Schimmer meiner Augen, in hellem Licht, faszinierte mich schon immer.

Die Haare dunkelbraun, fast schon schwarz an meinem runden Gesicht herunterhängend. Dank des Haaransatzes hätte man leicht meine Naturhaarfarbe erkennen können. Kastanie ... Kupfer ... oder schlichtweg rot.

Die Haut so makellos. Das fiel mir lange nicht mehr auf. Feinporig. Nicht die kleinste Unreinheit. Ich war froh.

Blass war ich. Weiß wie Papier. Das Licht reflektierte auf meinen Armen.
Dank des Vampir-Booms der letzten Monate hatte das ausnahmsweise sogar etwas Gutes. Viele Leute beneideten mich darum, dumm wie sie waren.
Statt Spott bekam ich nun Lob. Welch verkehrte Welt.

Ich saß dort. Im hellen Sonnenlicht auf dem Balkon. Den Spiegel in der Hand.
Narzistisch betrachtete ich mein Selbst.

Ich wusste, dass sich alles auflösen würde, sobald sich der Spiegel auf dem Tisch und nicht mehr in meinen Händen befände.
Ich hatte recht.

Es war ein schöner, sonniger Tag. Was hätte ich dafür gegeben, statt einer merkwürdigen Erkenntnis, ein kleines bisschen Farbe zu erhalten. Ein wenig Bräune, um gesünder zu wirken.
Doch ich mochte die Sonne nicht. Und ebenso wenig mochte mich die Sonne.

Statt Bräune blieb mir nur der Sonnenbrand vom heutigen Tag.
Keine besonders tolle Ausbeute für einen Samstag.

21.6.09 00:14


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