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Gedanken

Ich sah in den Spiegel. Was sah ich dort? Wen sah ich?
Die Farbe meiner Augen waren eine wilde Mischung aus grün, blau und grau. Wenn ich genau hinsah, konnte ich sogar einen goldbraunen Ring sehen, der sich dicht um meinen Pupillen befand.

Der Schimmer meiner Augen, in hellem Licht, faszinierte mich schon immer.

Die Haare dunkelbraun, fast schon schwarz an meinem runden Gesicht herunterhängend. Dank des Haaransatzes hätte man leicht meine Naturhaarfarbe erkennen können. Kastanie ... Kupfer ... oder schlichtweg rot.

Die Haut so makellos. Das fiel mir lange nicht mehr auf. Feinporig. Nicht die kleinste Unreinheit. Ich war froh.

Blass war ich. Weiß wie Papier. Das Licht reflektierte auf meinen Armen.
Dank des Vampir-Booms der letzten Monate hatte das ausnahmsweise sogar etwas Gutes. Viele Leute beneideten mich darum, dumm wie sie waren.
Statt Spott bekam ich nun Lob. Welch verkehrte Welt.

Ich saß dort. Im hellen Sonnenlicht auf dem Balkon. Den Spiegel in der Hand.
Narzistisch betrachtete ich mein Selbst.

Ich wusste, dass sich alles auflösen würde, sobald sich der Spiegel auf dem Tisch und nicht mehr in meinen Händen befände.
Ich hatte recht.

Es war ein schöner, sonniger Tag. Was hätte ich dafür gegeben, statt einer merkwürdigen Erkenntnis, ein kleines bisschen Farbe zu erhalten. Ein wenig Bräune, um gesünder zu wirken.
Doch ich mochte die Sonne nicht. Und ebenso wenig mochte mich die Sonne.

Statt Bräune blieb mir nur der Sonnenbrand vom heutigen Tag.
Keine besonders tolle Ausbeute für einen Samstag.

21.6.09 00:14
 
Letzte Einträge: Müdes Erwachen, Wochenendblues


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